andreas zeese_architektur
Fahrradgeschäft + Werkstatt Popsykkel
Projekt UMBAU einer Gewerbefläche in einem 1970er Jahre Gemeindebau zu einem spezialisierten Fahrradgeschäft samt Werkstatt Ort Wien 15, AT Jahr 2020-21 Status Fertiggestellt Leistungsphasen 1-5 Bauherr Popsykkel oG Team az_architektur

Das auf Kinderfahrräder und Reparaturen spezialisierte Geschäft Popsykkel hatte wenige Jahre zuvor in einem benachbarten Lokal eröffnet. Im Zuge des Umzugs in eine frei gewordene größere Gewerbefläche im gleichen Gemeindebau aus den 1970er Jahren sollte die bestehende Einrichtung mitgenommen, ergänzt und durch neue Elemente bei begrenztem Budget erweitert werden.
Der heterogene, aus zwei ehemaligen Ladenflächen bestehende Raum wurde durch ein umlaufendes, von der Straße zur Rückfront hin ansteigendes Bandelement mit integrierter Belichtung zusammengebunden. Auf diese Weise und durch das einheitliche Neuarrangement von Kastenmöbeln, Präsentationsflächen und Belichtung entlang der Wandflächen konnte die nicht unanspruchsvolle Simultan-Nutzung des großen Raums mit Bereichen für Verkauf, Werkstatt und Warenausstellung gestalterisch homogenisiert und eine fast wohnliche Atmosphäre geschaffen werden. Ältere Metallmöbel wurden hierfür als Sockelbereich neu aufbereitet und mit gelochten Wandpaneelen aus Birkensperrholz kombiniert, deren Stecksystem eine anpassungsfähige Warenpräsentation ermöglicht.
Der Boden erhielt ein robustes Industrieparkett, die Wände wurden teilweise mit geweißten, sauber Heraklithplatten verkleidet. Um die Akustik des großen Raums zu optimieren, wurden an der Decke gefaltete Segel angebracht. Der Verkaufstresen in der Mitte wurde durch ein ähnliches Element ergänzt. Dieser, das Band und die Birkensperrholzplatten wurden von Tischler Robin Bess gefertigt.
Im Bereich eines früheren Kellerabgangs konnte durch Einzug einer reversiblen Zwischendecke zusätzlich ein angenehmer Kabinettraum geschaffen werden, in dem Fahrradhelme und Accessoires präsentiert werden. Der Aufenthalts- und Essbereich für die MitarbeiterInnen öffnet sich zu diesem mittels einer großen Glasfläche. Durch geschickt angeordnete Spiegel lassen sich Verkaufsraum und Eingangstür auch von hier aus gut überblicken.

← Zurück zur Übersicht